Familienurlaub bei Tante und Onkel in Ravensburg, gefolgt von einer Wanderwoche in Oberstdorf.
Ravensburg kennen wir ja bereits schon, die üblichen Anlaufpunkte wie Mehlsack, Veitsburg oder auch das Ravensburger Spieleland sind bereits lange erschlossen. Was machen wir also nun zusammen mit unserer 7 jährigen Tochter in der Stadt der Spiele? Entspannen und genießen!
Familie & Uroma
Wir fühlen uns bei Tante und Onkel von Anja sehr willkommen und wohl. So verbringen wir viele Abende zu Haus in familiärer, gemütlicher Atmosphäre. Auch die Uroma kann endlich mal wieder besucht werden und zusammen mit der 94-jährigen schauen wir uns alte Fotoalben an.
Affenberg & Skywalk Allgäu
Zwei neue Sehenswürdigkeiten nehmen wir dann doch noch mit;
Zunächst geht es zum Affenberg von Salem – ein netter Tierpark der zum verweilen und wandern einlädt.
Affen, überall Affen… und Störche!
Beeindruckt waren wir von den Äffchen – eine große Kolonie lebt in dem Wald hier und die Tierchen konnten sich (zumindest so lange wir da waren) auch echt benehmen.
Neben den Affen gibt es auch sehr viele Wärtern vor Ort, die fachkundigt + freundlich parat standen und zugleich dafür gesorgt haben, dass sich jeder Besucher (und jeder Affe…) an die Regeln hält. Gute 2 Stunden verbringen wir mit Affen beobachten, Störche zählen (unglaublich wie viele dort nisten!) und andere Tiere beobachten. Dies zu einem Preis von ca. 10 Euro pro Person – passt, gerne wieder!
Als zweite Attraktion besuchen wir den Skywalk Allgäu bei Scheidegg. Hier gibt es einerseits einen Baumwipfelpfad, aber auch einen großen Bereich mit allerlei Unterhaltung für Kinder.
Beim Baumwipfelpfad handelt es sich um ein Brückenkonstrukt in ca. 25 Meter Höhe, der einmal per Rundweg durch Baumwipfel führt. Ein wenig mulmig war einem da schon zumute, unsere Emilia hat es leider nicht nach oben geschafft, zu groß war der Respekt vor Treppen und Höhe. Von oben hat man eine tolle Aussicht auf die Umgebung in der Ferne, aber auch in der Nähe.
Die „allerlei Unterhaltung“ waren diverse Kletterspielplätze, ein Barfußpfad, ein paar Waldlehrpfade und eine große Ostereisuche. Insgesamt verbringen wir gut 2,5 Stunden vor Ort und hätten auch noch mehr Zeit dort verbringen können, wenn wir mehr Zeit gehabt hätten.
Auch sehr gut in Erinnerung bleiben wird uns das Essen – Vegetarier werden hier „lecker satt“! Kaiserschmarrn, Kasspätzle und Wiesenbällchen – alles lecker!
Nach 5 Tagen Ravensburg geht es dann aber weiter gen Oberstdorf
Oberstdorf
Was kann man in Oberstdorf so tun? Richtig, Skispringen.
Da dies aber für uns nicht in Frage fokussieren wir uns erstmal auf Wandern und Essen. Tatsächlich sind wir 5 Tage vor Ort, an denen wir 4x eine mehr oder weniger lange Wanderung machen, angefangen beim
Nebelhorn
Mit der Nebelhornbahn geht es für sportliche 109 Euro auf den Berg hinauf. Das ganze ist für unsere kleine schon sehr, sehr spannend – es wackelt, es ist hoch und wir landen tatsächlich im Schnee. Der Papa leider mit Turnschuhen unvorbereitet. Im Gegensatz zu den zahlreichen Skifahrern die vor Ort unterwegs sind. Wir lassen die Szenerie auf uns wirken, schauen uns ein wenig um, erklimmen den Gipfel und fahren dann zur Mittelstation wieder zurück.
Von dort aus wandern die Flachlanddüsseldorfer wieder zurück gen Oberstdorf, gute 2,5 Stunden sind wir zu Fuß unterwegs. Zur Belohnung gibt es eine Mütze ;-).
Wanderungen in und um Oberstdorf
Tags darauf geht es per Bus zum Söllereck. Leider hat die Sommerrodelbahn geschlossen, das sah echt vielversprechend aus! Von dort aus geht es zurück gen Oberstdorf (4,4 km in chilligen 2 Stunden), ein einfacher Wanderweg, fast nur Bergab. Leider ist unsere Tochter der Meinung das Wandern langweilig ist und läßt uns das spüren… Da müssen andere Taktiken her.
Nebenszenario: Die gestern gekaufte Mütze wurde verloren :-(.
Am dritten Wandertag werden die neuen Taktiken angewendet; Start der Wanderung ist beim Wildpark Obermaiselstein. Dort gibt es ein paar Tiere und vor Ort ist es schon schwierig zu wandern. Dieses mal haben wir aber eine Emilia-Überzeugungs-taktik; Von dort aus können wir zurückwandern und auf dem Weg würde ein McDonalds liegen… völlig neue Motivation hier! Wir waren kaum darauf vorbereitet, schaffen aber schließlich die gut 8,3 km lange Runde in 3:40 Stunden. Mit McDonalds als Belohnung. Danach sind aber alle erschöpft und es gibt einen Tag Shoppingruhe.
Nebenszenario: Die vorgestern gekaufte und gestern verlorene Mütze wurde wiedergefunden, da Papa bereitwillig noch einmal die Wanderung zurückjoggte.
Am letzten Wandertag dann der Wanderhöhepunkt; Mit dem Bus ins Kleinwalsertal und von dort aus zurück bis zum Söllereck (und dann weiter mit dem Bus). Es geht hoch, hoch, hoch….Schnee, einsame Pfade, FANTASTISCH! Motivation für Emilia heute: von Schneehaufen zu Schneehaufen und kleine Schneebälle werfen. Mit dabei eine Grenzüberquerung. Dies war die schönste Wanderung, einfach top! Gute 8 km mit sehr vielen Höhenmetern bewältigen wir in gut 4 Stunden. Und es wurde keine Mütze verloren.
Essen und Laufen
Und sonst so in Oberstdorf?
Wir machen individuell noch einige Joggingrunden – es ist wirklich schön vor Ort zu Laufen. Zur Skiflugschanze, zum Illersprung, vorbei an Kühen und Weiden oder durch die Stadt – es ist vielfältig und geht mit und ohne Höhenmeter. Auf jeden Fall ein Mega trainingslager.
Und darüberhinaus finden wir uns auch kulinarisch sehr gut zurecht, unser Favorit ist die Weinklause, in welcher wir fast jedes vegetarische Gericht versuchen. Auch das Wilde Männle und die Pizzeria Pepe werden uns positiv in Erinnerung bleiben. Die Preise sind überall angemessen und das Bier schmeckt gut. Ein wenig befremdlich war nur das Verhalten in Bayern nach (oder während?) der Corona Pandemie; Die Maskenpflicht ist gefallen und niemand trägt hier mehr Maske, während in NRW noch mehr vorsicht waltet – ein wenig ungewohnt
Zum Abschluß geht per Zug zurück nach Düsseldorf. Mit dabei: 3 Jungesell(in)enabschiede die Laute Musik um uns machen. 6,5 Stunden lang. Wir sind mittendrin, ohne Alkohol… das Wort passiv Trinken geht seitdem nicht mehr aus meinem Kopf.
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